So liebe Greta, höre mir bitte einmal zu und gib dann endlich Ruh.
Ich bin ein Kind der DDR, eigentlich braucht’s keine Worte mehr.
Aber ich will dir jetzt was sagen, dass schlägt dir sicher auf den Magen.
Denn bei uns gab es kein Plastikmüll und auch nicht Autos in Hüll und Füll.
Wir haben Papier und Flaschen gesammelt, nichts ist einfach so vergammelt.
Es wurde vieles wieder verwandt, der Müll aus dem Westen wurde bei uns verbrannt.
Bei uns brauchte die Gurke keine Plastikhaut noch nicht einmal das Sauerkraut.
Selbst das Brot lag lose im Regal, auch das war uns egal.
Von vielen Händen schon gedrückt das machte keinen von uns verrückt.
Selbst gestrickte Sachen, die kratzten auf der Haut auch das ist mir vertraut.
Ein Nachtspeicherofen war unser ganzer Stolz der machte die Wohnung warm und man brauchte kein Holz.
Heute heize ich mit Gas, weil der Strom mein Portemonnaie leer fraß.
Du fragst, wie können wir es wagen dir die Zukunft zu versagen.
Und wenn es dir auch gar nicht passt, die Jugend trägt schon immer der Alten Last.
Sonst kann man mir auch nicht sagen, wir müssen die Schuld von Deutschland ewig tragen.
Denn eines ist doch völlig klar, wer hier der größte Unhold war.
Die Profitgier der Großen und Reichen stellten hierfür die Weichen.
Und wer bezahlt nun wieder diesen Mist, der deinem Hirn entsprungen ist.
Natürlich ist es wieder mal der kleine Mann, der sich nur schwer dagegen wehren kann.
Du verdienst dir den Nobelpreis und ne goldene Nase und wir bezahlen diese Phrase.

Also, liebes Gretchen, such dir ein Hänsel und lass uns mit dem ganzen Mist in Ruhe